Überblick

Infrarot-Reflektogramme zeichnen den dem menschlichen Auge
nicht sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums
jenseits des roten Lichts auf. Dieses langwellige Licht wird
von verschiedenen Materialien nur in geringem Maße
reflektiert und bringt somit darunterliegende Schichten zum
Vorschein. Daraus ergeben sich Anwendungsmöglichkeiten
beispielsweise bei der Untersuchung von Gemälden auf
Vorzeichnung bzw. Übermalung sowie bei der Auffindung und
Rekonstruktion von Wand- und Deckengemälden.
Zur Herstellung von Infrarot-Reflektogrammen wurde im Labor
Kartographie der Fachhochschule Oldenburg ein neuer
Produktionsweg auf der Basis einer Studiokamera mit einem im
infraroten Bereich empfindlichen Scanner in der Bildebene der
Kamera entwickelt.
Die besonderen Eigenschaften des Verfahrens sind:
- Geringe Belastung von Gemälden bzw. Objekten durch
Verwendung spezieller Beleuchtungseinrichtungen (LED-
Strahler) und kurze Aufnahmezeiten
- Qualitativ hochwertige Aufnahmen durch den Einsatz
professioneller Komponenten für die Aufnahmen
- Kurze Nachbearbeitungszeiten durch Verwendung eines
großflächigen Scanners in der Bildebene der Kamera
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